Fragen & Antworten Häufig gestellte Fragen über das MIMI® - Verfahren 
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Wie lange gibt es MIMI® bereits?  MIMI wurde eigentlich bereits in den Anfängen der Implantologie angewandt, richtig populär wurde MIMI durch ein kanadisches Implantatsystem, die die Bohrung schmäler gestalteten als die eigentlichen Implantate. Diese wurden bereits einfach durch die Schleimhaut eingedreht (‚transgingival’). Auch die späteren Bauer- Schrauben pflegten diesen Leitgedanken und machten Kompressions- Schrauben seit Ende der 80er Jahre in Deutschland populär. Ein weiterer Meilenstein war die sofortige Verblockung ‚interforaminal’ (im Unterkiefer vorne zur Fixierung von herausnehmbaren Zahnersatz) inserierter Implantate durch Ledermann. Früher belächelt- heute gefeiert! So ändert sich das Weltbild auch der Zahnmedizin. Das Fachgebiet der Implantologie wurde auch in unseren niedergelassenen Zahnarztpraxen in den 60ern und 70ern entwickelt und vorangebracht, ehe z.B. erst 1982 die Implantologie universitär in Deutschland anerkannt wurde!
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Wie hoch sind die Erfolgsprognosen bei MIMI® ?  Die MIMI®- Erfolgsprognosen sind - bei korrekter Indikation, Vorgehensweise und dem prothetischem Konzept, dem ‚KIV’ gegenüber weit überlegen! So sind einteilige Implantate auch nicht reparaturanfällig und weitaus haltbarer als deren zweigeteilte Brüder, denn: Das beste Abutment ist kein Abutment! „Modern ist, wer gewinnt!“ & „Wer gewinnt, hat Recht!“ heißt: Es ist ganz egal, welches Implantologie- System Du einsetzt und welches Operations- Verfahren Du anwendest: Hauptsache ist doch: Der Patient steht im Mittelpunkt, er wird- in seinem Interesse- über Alternativen (u.a. auch die des konventionellen Vorgehens), Risiken, Kosten aufgeklärt und sicher & langfristig optimal mit biokompatiblen Zahnersatz versorgt! Wird vor einer KIV- Operation denn auch über MIMI® aufgeklärt? Wird bei Ihnen vor jedem „Kassen- ZE“ auch über die Möglichkeit einer MIMI® aufgeklärt? Es kommt mit Sicherheit sehr bald die Zeit, denn der Patient hat, aus forensischer Sicht, natürlich ein Recht darauf.  
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Warum muss bei MIMI® oft kein Knochenaufbau erfolgen?  Es stimmt bedenklich, wenn noch immer, bei einem Knochenangebot von mindestens 8mm bis zum inneren Kieferhöhlenboden (‚Sinus’), mit den Ängsten der Patienten gespielt wird! Da müsse erst augmentiert werden, d.h. ein Knochenaufbau erfolgen! Alles andere wäre Humbug und würde sowieso schief gehen. MIMI® wäre, auf Anfrage bei den betroffenen Kollegen, noch nicht ausgereift, nicht wissenschaftlich und statistisch haltbar! Dass der medizinische Fortschritt bei diesen Kollegen halt machte, ist nicht weiter schlimm, nur die öffentliche Verbreitung von Ammenmärchen und mystischen, pseudowissenschaftlichen Statements: Es reicht! Ich behaupte ja auch nicht öffentlich, dass systematisches KIV den Tatbestand einer Körperverletzung darstellt. Es verdienen sich wahrscheinlich noch zu viele Leute eine goldene Titannase an dem Mythos der Implantologie!
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Sind Keramikimplantate für MIMI® geeignet?  Der Werkstoff, der in den letzten Jahren gerade in der Zahntechnik einen enormen Boom erfuhr, ist ‚Zirkon’, eigentlich Zirkoniumdioxid, ZrO2! Doch Vorsicht: Bereits in den 70er Jahren gab es Aluminiumoxid- Keramik- Implantate, die jedoch- auch nach Jahren- im Knochen fest verankert- durch Dauerbelastung im Knochen brachen bzw. frakturierten. Denn eins müssen Sie wissen: Im Gegensatz zu Metallen und Legierungen ‚altert’ Keramik! Zirkon verliert bereits nach sechs Jahren die Hälfte seiner Festigkeit und man hat in der Tat noch keine Langzeiterfahrungen mit Implantaten, die aus Zirkon bestehen. Deshalb raten viele Kollegen zur Vorsicht; aus werkstofftechnischer Sicht ist und bleibt steriles Titan Grad IV der biologisch- immunologisch- verträglichste und stabilste Werkstoff für Zahnimplantate, Stand 01.01.2009!
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Funktion & Vorgehensweise von MIMI®  MIMI® basiert auf der modernen, knochenphysiologischen Erkenntnis, dass Knochen durchaus Kompression akzeptiert, ja sogar „progressives Knochentraining“ benötigt: Möglichst ohne systematische Aufklappung des Zahnfleisches und Periostverletzung wird transgingival ein klein- dimensionierter, leicht konischer Knochenschacht gebohrt, durch den ein größer Durchmesser- dimensioniertes, idealerweise einteiliges, leicht konisches Implantat mit kontrollierter Kraft „hineinkondensiert’ wird. Dadurch wird der umliegende, periimplantärer Knochen „lateral verdichtet“ und das Implantat ist quasi von Beginn an vollends „osseointegriert“. Die hohe Kunst an uns Zahnärzten stellt erfahrungsgemäß das prothetische Konzept und die Frage der Sofortbelastung dar.
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Primärstabilität, Sofortversorgung & Sofortbelastung  Die vergangenen Jahrzehnte bestätigten die These, dass es von großem Vorteil ist, das Mikro- Implantatgewinde mindestens 1-2 mm tief im Knochen zu versenken, d.h. ‚subkrestal’ zu inserieren, um langfristig Knochenabbau zu vermeiden! Dies ist übrigens einer der Hauptvorteile von einteiligen Implantaten bzw. Champions, dass man ‚bauartbedingt’ keinerlei Mikrofuge und ‚anaerobe Brutstätten’ im subgingivalen und subkrestalen Bereich kennt. Die sog. ‚Primärstabilität’ als eines der wichtigsten Erfolgskriterien einer Implantatbehandlung generell, ist bei MIMI i.d.R. derart ausreichend, um eine Sofortbelastung, zumindest eine Sofortversorgung zu ermöglichen. Wir achten darauf, die Suprakonstruktion entweder innerhalb der ersten 3 bis 12 Tagen oder erst ab der 4-6 Woche nach Implantation- möglichst, zumindest teilweise, verblockt- einzusetzen, da die Wochen 2-4 nach OP die sensibelsten bezüglich Primär- und Sekundärstabilität der Implantate darstellen. Sofortbelastung ist daher nahezu immer möglich, mit Ausnahme dem Zahnersatz einwurzeliger, oberer Zähne (15-25)- dann wird das einteilige Implantat zwar sofort versorgt, aber für mindestens acht Wochen mit den Seiteninnenflächen der Nachbarkronen auf „Kein- Kontakt“ (auch bei Seit- und Vorwärtsbewegungen) verblockt, um die sog. Primär- in die Sekundärstabilität überführen zu können.
Das Provisorium wird intraoral, zementfrei und temporär nur auf das Zirkon- Prep- Cap (oder auch nur auf das Titan- Implantat) modelliert und eingeklebt. Erst nach acht Wochen „Wartezeit“ wird das „außer- Kontakt“- geschliffene Provisorium wieder heraus getrennt, die Abformung durchgeführt und die definitive Krone wenige Tage später einzementiert.
Warum nun ist MIMI® so genial, erfolgreich und warum entwickelt sie sich zunehmend als Implantationsmethode der ersten Wahl? Nun, Komplikationen werden fast gänzlich vermieden, da quasi ‚unblutig’ und äußerst gewebeschonend gearbeitet wird.
Diese kontrolliert der Arzt immer mit einer Knochen- Kavitäten- Kontrolle (‚KKK’ bzw. ‚BCC’: Bone- Cavity- Control): In allen fünf Dimensionen müssen Sie durchgängig harten, nicht beweglichen Knochen mit Ihrer sterilen Knochen- oder PA- Sonde spüren.
Das komplette Implantat wird nun langsam und mit viel Fingerspitzengefühl in die unterdimensionierte Knochenkavität eingebracht. Zuerst rein manuell, später mittels kontrolliertem Drehmoment. Für den Patienten ist dieser MIMI- Eingriff höchstens mit einem geringen Knochendruck verbunden. Den Erfolg der Kondensations- Implantation überprüft man mittels hellem Klopfschall und gibt „grünes Licht“ für die verblockende Sofortbelastungsmöglichkeit. 
Entsprechend passende Zirkon-Vollkeramik-Präparations-Käppchen können einzementiert werden-sie sind aber für einen Erfolg einer MIMI-Behandlung nicht unbedingt nötig. Sie erlauben uns Zahnärzten noch in der gleichen Sitzung der schonend- sanfte Implantation, unterschiedliche Pfeilerdivergenzen nach Einzementierung mittels Zahnarzt- Präparation auszugleichen. Dies war immer ein Traum für jeden Zahnarzt: Implantat hinein, die weitere Behandlung erfolgt wie bei einem natürlichen Zahn… Nach der Abformung wird ein Provisorium und oft ein erstes „Bissregistrat“ vorgenommen: Dieses Registrat dient dem Labor als Information, wie der Patient zusammenbeißt (Okklusion).   Auch der Zahntechniker betrachtet nun den Stumpf in der Abformung wie einen natürlichen Zahn, er wird mit Superhartgips ausgegossen. Die Präparations- Grenze kann somit äußerst hygienefähig auch supragingival (über dem Zahnfleischsaum) liegen. Nach außen gerichtete Mikrobewegungen sind durch (möglichst) verblockte Provisorien strikt auszuschließen und zwingen den Patienten zur aktiven Mitarbeit: Keine harten Sachen abbeißen und zermahlen, super Mundhygiene, eventuell mit Chlorhexidin- Spülungen unterstützt.  
Nur vier Tage nach MIMI® erfolgt in diesem Patientenfall die sog. ‚Gerüstanprobe’. Das Gerüst kann auch aus einer Metall- Legierung sein, sollte aber bereits schon die Miniaturform der späteren Arbeit darstellen. Nach zweiter Bissnahme mit dem Gerüst, dass spannungsfrei und ‚passive fit’ auf den Implantaten (hier: Champions®) aufsitzt, erfolgt nach nur weiteren vier Tage später das definitive Einsetzen, ebenfalls mit einem handelsüblichen Glasionomerzement. Ausgeprägte okklusale Höcker- Fissurenreliefs (wie beim Jugendlichen) sind aufgrund von dann erhöhten Seitwärtsbewegungen – und Scherkräften zu vermeiden.   Vieles ist in der modernen Medizin möglich, aber nicht alles nötig und vernünftig!
MIMI
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Minimal-Invasive Methodik der Implantation 
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Ihre Spezialistin für MIMI®-Implantologie
Bärbel Lehmann